Was ist die Wassersäule?
Wassersäule bei Jacken: Definition, Messung und Praxis-Tipps
Was bedeutet die Wassersäule?
Die Wassersäule ist eine Messeinheit, die angibt, wie wasserdicht ein Material ist – zum Beispiel bei Regenjacken, Friesennerzen oder Softshelljacken. Sie zeigt, welchem Wasserdruck der Stoff standhält, bevor Wasser eindringt. Angegeben wird sie in Millimeter (mm). 1000 mm entsprechen etwa 0,1 bar.
Typische Werte und ihre Bedeutung:
- Ab ca. 3.000 mm: Schutz bei leichtem Regen - gilt als "wasserabweisend"
- Ab ca. 5.000 mm: Für anhaltenden Regen geeignet - gilt als "wasserfest"
- Ab ca. 10.000 mm: Sehr hoher Nässeschutz, auch bei starkem Regen - gilt als "wasserdicht"
Wie wird die Wassersäule gemessen?
Beim Test wird der Stoff dem Wasser ausgesetzt. Zunächst ohne Druck, dann schrittweise erhöht, typischerweise zwischen 100–600 mm. Sobald der dritte Tropfen an der Innenseite erscheint, endet der Test. Daraus wird die Wassersäule berechnet.
Welche Wassersäule eignet sich für Alltag und Aprilwetter?
Aus unserer Erfahrung reicht für die Übergangszeit im Frühling oder typische Apriltage meist eine Wassersäule von 3.000–5.000 mm. Für längeren Regen oder windige Küstenbedingungen empfehlen wir 5.000–10.000 mm. Wichtiger als die Zahl allein ist, dass die Jacke gut sitzt, Nähte sauber verarbeitet sind und atmungsaktiv bleibt.
FAQ zur Wassersäule
Welche Jacke ist mit 3.000 mm wasserdicht genug?
Jacken mit 3.000 mm schützen zuverlässig bei leichtem Regen und kurzen Schauerintervallen, z. B. für Stadt oder Büro.
Wann brauche ich eine Jacke mit 10.000 mm?
Bei starkem Regen, windigem Küstenwetter oder langen Outdoor-Aktivitäten bietet eine hohe Wassersäule maximalen Schutz.
Ist eine höhere Wassersäule immer besser?
Nicht unbedingt. Für den Alltag ist oft 3.000–5.000 mm ausreichend. Höhere Werte können die Jacke steifer oder weniger atmungsaktiv machen.